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EnBW-Großwärmepumpe Münster

Stuttgart

Großwärmepumpe mit bis zu 24 MW thermischer Leistung; nutzt Abwärme aus dem Kühlwasser der Kondensatoren; betrieben mit zertifiziertem Grünstrom aus der benachbarten Müllverbrennung; Nebeneffekt: reduziert den Wärmeeintrag ins Flusswasser des Neckars

in Betrieb

2024

Gebäudebeheizung

bis zu 24 MW thermische Leistung

Fernwärmenetz

Bewohner: innen

Am traditionsreichen EnBW-Kraftwerksstandort Stuttgart-Münster ist im April 2024 eine der ersten Großwärmepumpen ihrer Größenordnung in Deutschland offiziell in Betrieb gegangen. Rechnerisch können damit 10.000 Haushalte klimaneutrale Fernwärme beziehen – ein wichtiger Schritt für die Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung in der Region Stuttgart, deren klimaneutraler Anteil dadurch von rund 15 auf 25 Prozent steigt.

Technik
Die Großwärmepumpe mit bis zu 24 Megawatt thermischer Leistung nutzt die Abwärme aus dem Kühlwasserkreislauf des benachbarten Restmüllheizkraftwerks – konkret aus dem Kühlwasserablauf der Kondensatoren der dortigen Dampfturbinenanlage. Betrieben wird die Anlage mit zertifiziertem Grünstrom aus der Müllverbrennung, wodurch sich jährlich rund 15.000 Tonnen CO₂ einsparen lassen. Ein willkommener Nebeneffekt: Durch den Entzug der Umweltwärme aus dem Kühlwasser sinkt zugleich der Wärmeeintrag in den Neckar. Technisch anspruchsvoll war vor allem die Einbindung der neuen Anlage in die Bestandsinfrastruktur des Kraftwerksstandorts – und das bei laufendem Betrieb. Parallel entsteht am selben Standort ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk mit 124 MW Leistung, das im Laufe des Jahres 2025 die letzten Kohlekessel ersetzt und die Stuttgarter Fernwärmeerzeugung damit vollständig kohlefrei macht.

Kommunikation
Das Projekt wurde als eines der „Reallabore der Energiewende" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und ist Teil des Verbundforschungsprojekts „Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen – Installation, Betrieb, Monitoring und Systemeinbindung". Zur feierlichen Inbetriebnahme kamen neben EnBW-Vorstandsvorsitzendem Georg Stamatelopoulos auch Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker und Stuttgarts Bürgermeister Peter Pätzold. Walker betonte den Vorbildcharakter des Projekts für die gesamte Energiewende im Land und verwies auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2040. Auch überregional, etwa beim BDEW, gilt die Anlage als wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klimaneutralen Fernwärmeversorgung in deutschen Großstädten.

Kontakt

stuttgart-muenster@enbw.com

Referenz

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EnbW

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe ist das drittgrößte Energieversorgungsunternehmen Deutschlands und versorgt rund 5,5 Millionen Kund:innen.